A huge congratulations to our two champions, Luuk and Matias, who took on the Zurich Marathon challenge to support the KidsToo Foundation 🏃‍♂️

Thanks to their dedication and everyone’s generosity, we were able to raise 2’190 CHF 🙏
A heartfelt thank you to everyone who contributed.

For a foundation like ours, which relies entirely on donations, this is truly essential support that allows us to go further and create real impact.

We look forward to sharing soon the projects that will be made possible thanks to your contributions.

Thank you all again for your support 💫

Un immense bravo à nos deux champions, Luuk et Matias, qui ont relevé le défi du Marathon de Zurich pour soutenir la fondation KidsToo 🏃‍♂️

Grâce à leur engagement et à la générosité de chacun, nous avons réussi à récolter 2’190 CHF 🙏
Un grand merci à toutes les personnes qui ont contribué.

Pour une fondation comme la nôtre, qui dépend entièrement des dons, il s’agit d’un soutien essentiel qui nous permet d’aller plus loin et d’avoir un impact concret.

Nous nous réjouissons de partager très bientôt les projets qui pourront être réalisés grâce à vos contributions.

Encore merci à tous pour votre soutien 💫

Ein riesiges Dankeschön und herzliche Gratulation an unsere beiden Champions Luuk und Matias, die sich der Herausforderung des Zürich Marathons gestellt haben, um die KidsToo Foundation zu unterstützen 🏃‍♂️

Dank ihres Engagements und der Grosszügigkeit aller konnten wir 2’190 CHF sammeln 🙏
Ein herzliches Dankeschön an alle, die beigetragen haben.

Für eine Stiftung wie unsere, die vollständig auf Spenden angewiesen ist, ist dies eine essenzielle Unterstützung, die es uns ermöglicht, weiterzugehen und einen konkreten Impact zu erzielen.

Wir freuen uns darauf, bald die Projekte mit euch zu teilen, die dank eurer Beiträge realisiert werden können.

Nochmals vielen Dank für eure Unterstützung 💫

Die Stiftung KidsToo hat eine vertiefte Analyse der Polizeidaten veröffentlicht. Unser Bericht stellt neue Indikatoren vor, die das tatsächliche Ausmaß besser abbilden und eine fundiertere Grundlage für politische Maßnahmen schaffen.

🔎 Das Wichtigste auf einen Blick:
• Häusliche Gewalt ist weiterhin stark geschlechtsspezifisch geprägt
➡️ 87 % der Opfer „schwerer“ Gewalt sind Frauen
➡️ 73 % bei sogenannten „nicht schweren“ Fällen

• Die offiziellen Zahlen unterschätzen das Ausmaß deutlich
➡️ 120 Opfer schwerer häuslicher Gewalt im Jahr 2024 (offizielle Statistik)
➡️ bis zu 1’478 Betroffene laut unserem erweiterten Indikator (×12)

• Die Problematik nimmt zu
➡️ +13 % „schwere“ Gewalt
➡️ +3,6 % „nicht schwere“ Gewalt
➡️ über 10’000 Opfer psychischer Gewalt im Jahr 2025

• Eine besorgniserregende Realität:
➡️ Mehr Frauen sind von häuslicher als von nicht häuslicher Gewalt betroffen (über alle Gewaltformen hinweg)
➡️ Berücksichtigt man die hohe Dunkelziffer, könnte die Zahl über 46’500 Betroffene liegen

📥 Den vollständigen Bericht entdecken :

Man könnte denken, dieser Kommentar stamme aus einem anderen Jahrhundert.
Spoiler: nein.

Dieser Satz stammt aus einer 2024 veröffentlichten Studie (Teil II) — « Unterstützungsangebote und Schutzmassnahmen für Kinder, die Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung ausgesetzt sind » —, die bei Fachpersonen der Justiz in der Schweiz durchgeführt wurde.

Ziel: zu verstehen, wie häusliche Gewalt in Entscheidungen zu elterlicher Sorge, Obhut und persönlichen Beziehungen berücksichtigt wird.

Und manchmal ergibt das … so etwas:

👉 « Sie werden drüber hinwegkommen. Sie war auch doof, schwanger zu werden, obwohl sie sich trennen wollte. Beide Fehler gemacht. Nach vorne schauen. Kommt gut. » (Richter:in 264)

Ja, Sie haben richtig gelesen.
Nein, das ist keine Karikatur.

Hinter solchen Aussagen stehen Entscheidungen, die Kinder und den schützenden Elternteil betreffen.

Nein, das ist nicht (nur) eine Frage von „unglücklich formulierten“ Einzelmeinungen.
Es ist ein Symptom.

➡️ eines Mangels an Ausbildung und Sensibilisierung für die Dynamiken häuslicher Gewalt
➡️ einer anhaltenden Bagatellisierung
➡️ eines Systems unter Druck, in dem die Zeit fehlt, komplexe Situationen wirklich zu verstehen

Zum Glück nehmen einige Kantone das Thema ernst und bieten entsprechende Weiterbildungen an.
Aber in überlasteten Gerichten: Kann man ohne zusätzliche Ressourcen wirklich Wunder erwarten?

Bericht: https://backend.ebg.admin.ch/fileservice/sdweb-docs-prod-ebgch-files/files/2024/01/19/ca23a3ef-098d-4992-aaa2-59b778f515e0.pdf

Bei häuslicher Gewalt wird das Tier zu einem Instrument der coercive control.

Ihm zu drohen, es zu verletzen.
Ihm Leid zuzufügen.
Es manchmal sogar zu töten.

Die Gewalt richtet sich nicht nur gegen die betroffene Person.
Sie erfasst den gesamten Haushalt.

👉 All das dient einem Ziel:
die betroffene Person unter Kontrolle zu halten und sie an der Flucht zu hindern

Eine gewalttätige Beziehung zu verlassen, ist bereits ein enormer Kampf.
Wenn man zusätzlich eine Migrantin ist oder keinen legalen Status hat, wird es nahezu unmöglich … ohne einen echten politischen Willen, alle Opfer zu schützen.

Der Nationalrat hat dank der Motion von Jessica Jaccoud einen konkreten Schritt gemacht, die darauf abzielt, Frauen ohne legalen Status, die Opfer von Gewalt sind, zu schützen. Ein Erfolg für diejenigen, die lange keine Stimme hatten.

Doch die Arbeit geht weiter: Der tatsächliche Schutz liegt nun beim Ständerat.

👏 Danke und herzliche Gratulation an Jessica Jaccoud sowie an alle, die sich für Gerechtigkeit und die Sicherheit aller Frauen einsetzen.

Den Antrag lesen: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254224

🎤 Coercive control: was uns aktuelle Studien sagen

Dre Gruev-Vintila ist Autorin des Buches „Le contrôle coercitif : au cœur de la violence conjugale“ (Coercive control: im Zentrum häuslicher Gewalt). Als zentrale Akteurin der Initiative zur Aufnahme der koerzitativen Kontrolle in die französische Gesetzgebung trägt sie maßgeblich zur Verbreitung und zum Verständnis dieses zentralen Mechanismus häuslicher Gewalt bei. Ihre Arbeiten zeigen auf, wie sich ein System von Menschenrechtsverletzungen etabliert, das aus Strategien psychologischer und materieller Dominanz besteht und die Freiheit sowie die Autonomie der Betroffenen einschränkt. Ihr Vortrag bietet eine Synthese des aktuellen Forschungsstands, ordnet die wichtigsten empirischen Ergebnisse ein und beleuchtet deren Implikationen für Verständnis, Prävention und Intervention.

💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026

👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

🎤 Anpassung des Familienrechts zum Schutz der Opfer

Ruedi Winet, Jurist, Pflegefachmann Psychiatrie und ehemaliger Präsident einer KESB, ist heute Geschäftsführer der KESB-Präsidien-Vereinigung im Kanton Zürich. Durch seine zusätzliche fachliche Erfahrung in der Psychiatrie bringt er eine besondere Sensibilität für die Dynamiken psychischer Belastungen und komplexer Familiensysteme mit, was seine Sichtweise auf Fragen des Opferschutzes wesentlich prägt.

 In seiner Präsentation wird er die Herausforderungen des Opferschutzes beleuchten, insbesondere die Angemessenheit von Schutzanordnungen im Hinblick auf coercive control, die Anerkennung und Berücksichtigung gefährdeter Kinder (elterliche Sorge, Aufrechterhaltung der Beziehung, Instrumentalisierung) und bestimmten Gerichtsentscheidungen, die die Opfer belasten können.

💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026

👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Balz Murer

🎤 Gewalt erkennen und Familiendynamiken verstehen

Dre Duc Marwood arbeitet mit Familien, die mit innerfamiliären Gewaltsituationen konfrontiert sind. Ihre klinische Expertise ermöglicht es ihr, die oft unsichtbaren Mechanismen koerzitativer Kontrolle sowie deren Auswirkungen auf innerfamiliäre Beziehungen zu entschlüsseln. In ihrem Vortrag stellt sie Instrumente vor, um Anzeichen psychischer Gewalt besser zu erkennen und die zugrunde liegenden Macht- und Abhängigkeitsdynamiken zu verstehen.

💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026

👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Patrick Martin

Die Stiftung KidsToo begrüsst die Annahme der Motion Maret durch den Ständerat am 10. März 2026, die die Ausarbeitung eines Rahmengesetzes zur Prävention, zum Schutz und zur Bekämpfung häuslicher Gewalt vorsieht. Dieser wichtige Entscheid stellt ein starkes politisches Signal zugunsten eines besseren Schutzes der Opfer und eines verstärkten Handelns gegenüber einem Phänomen dar, das weiterhin eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte darstellt.

Die Stiftung begrüsst insbesondere den geäusserten Willen, landesweite Mindeststandards einzuführen, insbesondere in den Bereichen Prävention, Opferschutz und Koordination zwischen den Behörden. Noch heute kann der Schutz für von häuslicher Gewalt betroffene Personen je nach Wohnkanton unterschiedlich ausfallen. Es ist entscheidend, dass alle Opfer – insbesondere Kinder – im ganzen Land ein gleichwertiges Schutzniveau erhalten.

Die Unabhängigkeit der Justiz darf nicht verhindern, dass

  1. Täterinnen und Täter von Gewalt tatsächlich strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden und
  2. ihre Möglichkeiten, den Opfern zu schaden, zivilrechtlich eingeschränkt werden, indem die elterliche Sorge der Täterinnen und Täter in Frage gestellt wird. Sorgerecht und persönliche Beziehungen zum Kind müssen sich am Wohl des Kindes und an seiner Entwicklung orientieren und nicht am Recht des Elternteils, der seine Pflichten nicht respektiert hat.

KidsToo erinnert daran, dass Kinder direkte oder indirekte Opfer häuslicher Gewalt sind. Das Aufwachsen in einem von Gewalt geprägten Umfeld hat tiefgreifende und langfristige Folgen für ihre Gesundheit, ihre Entwicklung und ihre Sicherheit. Jede Politik zur Prävention und Bekämpfung häuslicher Gewalt muss daher den Schutz und die Begleitung der betroffenen Kinder vollständig integrieren.

Die Stiftung ruft nun den Nationalrat auf, diesen Ansatz zu unterstützen und die Arbeiten fortzusetzen, um Prävention, Opferhilfe und die Koordination zwischen den beteiligten Akteuren zu stärken. Sie ist bereit, zu dieser Reflexion beizutragen, damit das künftige Rahmengesetz den Schutz von Kindern und Familien, die in der Schweiz von häuslicher Gewalt betroffen sind, konkret verbessert.

Partir n’est pas un acte simple.
C’est souvent l’étape la plus dangereuse. La plus complexe. La plus solitaire.

Nombreuses sont les victimes de violences domestiques qui savent qu’elles doivent partir.
Mais savoir ne suffit pas.

👉 Ce qui empêche de partir, ce ne sont pas le manque de courage ou de volonté.
👉 Ce sont des obstacles très concrets.

Pour pouvoir partir en sécurité, une victime a besoin de moyens réels, notamment :

🔹 Un logement d’urgence accessible immédiatement, y compris pour les femmes avec enfants
🔹 Un revenu de transition, sans démarches longues ou conditionnelles
🔹 Une protection juridique rapide (mesures d’éloignement effectives, accompagnement légal)
🔹 Une coordination claire entre police, justice, services sociaux et santé
🔹 Un accompagnement psychosocial continu, avant, pendant et après le départ
🔹 Des informations simples, centralisées, multilingues sur les droits et les aides disponibles
🔹 Du temps : le temps de reconstruire sans pression administrative

Le 8 mars, Journée internationale des droits des femmes, nous rappelons que
le droit de vivre sans violence commence par la possibilité réelle de partir en sécurité.

Soutenir les victimes, ce n’est pas seulement leur dire « vous pouvez partir ».
C’est leur donner les moyens de le faire.